Abwassersammelanlagen

Arten
Abwassersammelanlagen dienen der Aufnahme von Fäkalien (Toilette) und
Grauwasser (Küchenbereich).
Der Gesetzgeber lässt nur geschlossene, abflusslose Abwassersammelgruben zu.
Sickergruben oder Verrieselungen sind nicht statthaft.
Bauseitig sind gestattet Kunststofftanks und monolitisch errichtete Gruben (Beton
13300).
Alte Sammelgruben können durch Kunststoffauskleidungen von zugelassenen
Fachfirmen saniert werden und sind dann zulässig.
Kunststofftanks und Auskleidungen müssen das Zertifikat des Deutschen Instituts für
Bautechnik haben.

Einbau
Der Einbau von Abwassersammelgruben ist zu beantragen und vom Eigentümer
bzw. Bezirksverband zu genehmigen.
Sammelgruben sind von den Parzellengrenzen mindestens zwei Meter, von
Baulichkeiten mindestens 5 m (Dom) entfernt einzubringen.
Nach dem Einbau oder der Sanierung der Grube ist ein Dichtigkeitsnachweis zu
erbringen (ist nicht mit dem DIBT-Zertifikat gleichzusetzen).
Die Verbindung zwischen Sammelgruben und Sanitärbereich ist durch KG Rohre zu
realisieren.
Nach Fertigstellung der Gesamtanlage bis hin zum Sanitärbereich ist eine
Dichtigkeitsprüfung vorzunehmen.
Die Errichtung und Sanierung ist durch Sachverständige zu bestätigen.

Nachweis
Fäkalienabfuhrquittungen für die schadlose Beseitigung sind dem Verpächter auf
Verlangen vorzulegen.
Dichtigkeitsnachweise sind entsprechend der Gesetzlichkeit zu wiederholen.

Sonderregelungen
Der Anschluss von Kleingärten an die öffentliche Kanalisation ist möglich, wenn aus
wirtschaftlichen oder ökologischen Gründen andere Anlagen nicht vertretbar sind
und städtebauliche Gründe nicht entgegen stehen.
Anträge kann nur der Zwischenpächter stellen. Die Bewilligung wird über den
Zwischenpachtvertrag geregelt.
Für Kleingärten in Wasserschutzgebieten gelten neben den Bestimmungen der
Wasserschutzgebietsverordnungen auch die Regelungen des Berliner
Wassergesetzes.